Ein Tempelmuseum entsteht III

Schließlich war der große Tag gekommen, an dem das Museum feierlich eröffnet wurde. Dem Anlass entsprechend hatte sich auch das Wetter einiges vorgenommen. Ein klarer blauer Himmel und ungetrübter Sonnenschein begrüßten uns, als wir gegen 8 Uhr morgens am Tempel eintrafen.

Dort herrschte eine gepflegte Aufbruchstimmung. In der Tempelküche dampften die Töpfe, am Festsaal wurden die letzten Girlanden befestigt und die Redner übten schon mal ihre Darbietungen.

Auch die Dorfbewohner hatten sich ob dieses Feiertages mal so richtig in Schale geworfen. Ein älterer Herr, der mir in den Tagen zuvor aufgrund seiner fabelhaften Englischkenntnisse stets als persönlicher Übersetzer zur Seite gestanden hatte, überprüfte in einem Handspiegel alle fünf Minuten seine Frisur und half gelegentlich nach, falls die „Elvis Tolle“ mal ins Rutschen geraten war.

Kurze Zeit später trafen die ersten Gäste ein und machten sich über die angebotenen Getränke und Häppchen her. Als kurz vor zehn dann auch die Blaskapelle ihre Instrumente beisammen hatte und die Ehrengäste mit protzigen Limusienen eingetroffen waren, begann der offizielle Teil der Eröffnungszeremonie. In dieser wurden einige Reden gehalten, Lieder gesungen und das Museum von den ansässigen Mönchen offiziell eingeweiht.

Anschließend wurden noch einige wichtige Damen und Herren für ihr Engagement bei diesem Projekt geehrt. Für mich war es ein wenig befremdlich, dass dort Herrschaften mit Geschenken und Lobeshymnen überhäuft wurden, die ich in der ganzen Zeit der Vorbereitung nicht ein einziges Mal beim Tempel gesehen hatte.

Meinen Kumpel mit der „Elvis Frisur“, der mir wieder einmal sehr hilfreich war, da er mir genau sagte, wann ich aufstehen oder meine Hände zum Gebet falten sollte, störte diese Ungerechtigkeit nicht weiter.

Die zornesröte trieb es ihm aber später beim Essen ins Gesicht. Einige der Gäste waren wohl angesichts des ausschweifenden Bühnenprogramms sehr hungrig geworden, denn sie stürzten sich gierig wie die Heuschrecken auf das Buffet, noch bevor sich die Mönche dort bedient hatten. Und so etwas gehöre sich nun wirklich nicht, sagte er mir mit finsterer Miene. In einem Tempel, vor allem bei solch einer Gelegenheit, sollten zuerst die Mönche versorgt werden.

Von diesem kleinen Zwischenfall abgesehen, war es insgesamt aber eine sehr angenehme und würdige Veranstaltung und ein gelungener Abschluss des Projektes Tempelmuseum.

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Wenn Interesse daran besteht, dieses Museum zu besuchen, schreibe man mir bitte. Ich beantworte gerne Fragen zu den Öffnungszeiten des Museums und einer genauen Wegbeschreibung.

 

 

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Ein Tempelmuseum entsteht II

Als ich das nächste Mal zum Museum kam, war dort die Arbeit schon merklich vorangeschritten. Einige Häuser waren bereits ansprechend geschmückt, die Objekte den verschiedenen Themenbereichen zugeordnet sowie das gröbste Ungeziefer beseitigt. Es galt jetzt, da der große Tag der Eröffnung kurz bevor stand, noch die letzten Hangriffe zu tun. Hierbei sollten insbesondere die zahlreichen Objekte so inszeniert werden, dass ihre ursprüngliche Verwendung auch für Laien ersichtlich sein würde. Dies sollte durch die im National Museum Nakhon Pathom erstellten Texttafeln und Objektbeschreibungen und einigen zusätzlichen, spektakulären Utensilien erfolgen.

Doch bevor es an die Arbeit ging, stand zunächst das Vergnügen im Vordergrund. Wie schon bei den vorigen Aufenthalten im Tempel, wurden wir auch dieses Mal bei unserer Ankunft von den Dorfbewohnern herzlichst begrüßt und aufgefordert, uns zunächst ausführlich und kräftig zu stärken. Obgleich ich bei meinen vorigen Besuchen hier schon kulinarisch vom feinsten verwöhnt worden war, übertraf das, was nun aufgetischt wurde jegliche Erwartungen. Uns wurden mehr als 20 kleine Schalen kredenzt, jede mit einer anderen Köstlichkeit gefüllt. Die Bandbreite der Speisen reichte von scharfen Currys, über deftige Suppen bis hin zu verboten süßen Nachtspeisen.

An dieser Stelle muss jedoch erwähnt werden, dass diese Speisen nicht extra unsertwegen zubereitet worden waren. Vielmehr war es ein Feiertag – der so genannte Wan Phra. Dieser wird in Thailand zu jedem Neumond zelebriert und ist insbesondere den buddhistischen Mönchen ein Fest, da sie an diesem Tag nicht um Spenden bittend früh morgens durch die Straßen ziehen müssen, sondern ihre Mahlzeit bequem in den Tempel gereicht bekommen. Wir bekamen somit die Reste, welche die Mönche übrig gelassen hatten. Doch dieses Buffet der Köstlichkeiten als Reste zu bezeichnen, wäre eine maßlose Untertreibung.

DSC_0433Nach dem reichhaltigem Mahl, ging es dann doch irgendwann an die Arbeit. Wir brauchten etwa zwei Stunden, bis alle Texte und Beschreibungen an den richtigen Orten platziert waren. Dann hieß es auf einmal: sie sind da!

Was dies zu bedeuten hatte, begriff ich, als ich auf den Tempel Vorplatz schaute. Dort waren gerade einige Lastwagen eingetroffen, die mit großen, hölzernen Ochsen beladen waren. Diese sollten, vor einen traditionellen Karren gespannt, die landwirtschaftliche Ausstellung veranschaulichen. Es dauerte jedoch einige Zeit, bis sie schließlich am richtigen Standort platziert waren.

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Als wir gegen Abend das Tempelgelände wieder verließen, waren alle Galerien und Außenbereiche fertiggestellt, feierlich geschmückt und auf Besucher vorbereitet.

Der große Tag konnte kommen…

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Ein Tempelmuseum entsteht I

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Die buddhistischen Tempel Thailands sind Orte der Ruhe, der Einkehr, der Religiosität und Spiritualität. Hier wohnen, beten und arbeiten die Mönche, hier finden die wichtigsten religiösen Feste und Rituale statt und sind die kostbarsten Heiligtümer aufbewahrt. Zugleich handelt es sich bei den Tempeln aber auch um über Jahrhunderte gewachsene soziale Keimzellen. Insbesondere in ländlichen Gebieten stellt der örtliche Wat (Tempel) den Kern des dörflichen Lebens dar und ist ein Treffpunkt für jung und alt. Nicht selten verfügen solche Tempel über kleine Schulen und Versammlungsräume, manche beheimaten sogar winzige Museen, in welchen ihre Schätze aufbewahrt und präsentiert werden.

Etwa zehn Kilometer nördlich der Kleinstadt Kamphaeng Saen befindet sich der Tempel Wat Phongam, dessen weitläufiges Gelände über prachtvolle Pagoden, eindrucksvolle goldene Buddhastatuen, eine kleine Tempelschule sowie einen dichten Bambuswald verfügt, dessen Schattenplätze zum ausgiebigen meditieren einladen. Auf der Anlage des Tempels hatten sich im Laufe der Zeit zudem unzählige Objekte unterschiedlichster Art und Herkunft angesammelt, die sich in den Räumlichkeiten stapelten und die inzwischen größtenteils in Vergessenheit geraten waren. Sie stammen aus den Sammlungen der Äbte, aus Spenden und den Hinterlassenschaften der Dorfbewohner.

Der derzeitige Abt beschloss bei einer Besichtigung der Speicher, dass diese Zeugnisse des dörflichen Lebens nicht länger vor sich hin rosten, schimmeln und gammeln sollten, sondern zurück ins Bewusstsein der Dorfgemeinschaft gehörten. Ein kleines Museum sollte her, welches den Objekten eine würdige neue Heimstätte bieten und zeitgleich das traditionelle ländliche Leben abbilden und illustrieren sollte.

Einige Zeit später, in welcher administrative Hürden genommen und Geld aufgetrieben werden musste, konnte die Arbeit beginnen. Unterstützt durch die Mitarbeiter des National Museums Nakhon Pathom, welche den Aufbau des Museum mit Rat, Tat und professionellem Sachverstand begleiten sollten, wurden die vorhandenen Objekte und Räumlichkeiten besichtigt und Pläne für das neue Museum geschmiedet. Ich selbst bin dem National Museum Nakhon Pathom sehr verbunden und seinetwegen schon in den Genuss so mancher fantastischer Veranstaltung gekommen. Daher erklärte ich mich selbstverständlich bereit, das Projekt mit meinen Ideen, meinen Händen und auch meinem Schweiß zu unterstützen.

Neben den Mitarbeitern des Museums und meiner Wenigkeit, hatten sich auch einige Kinder der Tempelschule und etliche ältere Dorfbewohner bereit erklärt, bei der Errichtung des Museums zu helfen. Als wir die Tempelanlage erreichten, erwartete uns bereits eine neugierige und voller Arbeitseifer strotzende Menge.

Zu Beginn mussten die vorhanden Objekte, die sich zu wahren Gebirgen in den Verschlägen des Tempels auftürmen, gesichtet, gesäubert, katalogisiert und verschiedenen Themen und Oberbegriffen zugeordnet werden. Hierbei war eine verblüffende, sich natürlich einstellende, Arbeitsteilung zu beobachten. Während die Jungen und Mädchen rasant von einer Ecke zur anderen flitzten und sich einander in der Anzahl der Gegenstände, die sie gleichzeitig tragen konnten, überboten, waren die „Professionellen“ darum bemüht dem ganzen einen Rahmen zu geben, wenn möglich die administrative Ordnung nicht ganz aus den Augen zu verlieren und Gegenstände aufzufangen, falls diese den Kindern in ihrem Eifer doch einmal aus den Händen rutschen sollten.

Die älteren Dorfbewohner standen etwas abseits und verfolgten das wuselige Treiben mit einer beneidenswerten Gelassenheit. Immer dann jedoch, wenn sowohl die Schulkinder als auch die „Professionellen“ ein Objekt mal so gar nicht zuordnen konnten, schlug ihre Stunde. Mit einem Male erwachten sie aus ihrem Schlummerzustand und verfielen in fachkundige Diskussionen über Art, Herkunft und Gebrauch des jeweiligen Gegenstands. Nicht selten wurden ihre Erklärungen mit spontanen Pantomimen und Schwänken aus ihrer Jugend veredelt.

Die meisten Objekte konnten der Jagd, der Landwirtschaft und dem Handwerk zugeordnet werden, es fanden sich jedoch auch zahlreiche religiöse Ornamente, Musikinstrumente, und Kochutensilien. Bei meinem Lieblings-Fundstück handelte es sich um einen Fleischwolf, tschechisch-sozialistischer Bauart, sehr ähnlich zu der Maschine, mit welcher meine geliebte Großmutter Weihnachten für Weihnachten die Zutaten für ihren köstlichen Gänsehals verquirlt hatte.

In der Mittagspause erlebte ich einen jener Thailand-Momente, die mich dieses Land und seine Menschen so sehr schätzen lassen. Etwa sieben herzallerliebste Damen jenseits der siebzig, setzen sich an meinen Tisch und überboten einander mit den kulinarischen Köstlichkeiten, die sie selbstredend eigenhändig zubereitet hatten. Kaum hatte eine Deliktesse meinen Gaumen verlassen, landete bereits der nächste Hochgenuss auf meinem Teller. Zudem quittierten sie jedes einzelne meiner thailändischen Worte mit einer Jubelarie und einem Lächeln, das ganze Eisberge zum schmelzen hätte bringen können. Als sie dann noch zum Nachtisch Kanom Mor-Gaeng servierten, eine Süßspeise aus Ei und Kokosmilch, die ich als eine Art thailändische Crema Catalana bezeichnen würde, hätte ich allen sieben am liebsten einen dicken Schmatzer verpasst.

Am Nachmittag wurden dann die Ausstellungsräume gesäubert, wobei ich Bekanntschaft mit einem Kakerlakennest und gefährlich, bunt schimmernden Spinnen machte. Anschließend wurden die Objekte den unterschiedlichen Ausstellungsbereichen zugeordnet und in den Vitrinen platziert. Insgesamt entstanden acht Ausstellungsräume, welche die verschiedenen Facetten des traditionellen ländlichen Lebens in Thailand thematisieren.

Als die Kinder, die wirklich lange Zeit tapfer und ausdauernd mitgeholfen hatten, begannen sich selbst, anstelle der Objekte mit dem Hochdruckreiniger zu säubern, mit den Karren Wettrennen veranstalteten und weiteren Blödsinn anstellten, beschlossen wir die Arbeit für den ersten Tag zu beenden. Wir würden aber wiederkommen. Noch lag viel Arbeit vor uns…

Die Beleuchtung der Tempelruinen

Ich saß fürchterlich transpirierend auf einer kleinen Wiese, hinter mir eine großflächige Tempelruine aus dem 11. Jahrhundert, vor und neben mir etliche vornehm gekleidete Thais.

Für mein Schwitzen gab es zwei Gründe. Erstens, es war fürchterlich warm. Zweitens, die Wiese war übersät mit wichtigen Persönlichkeiten, die ich alle nicht kannte, die ich aber keines Falls durch schlichtes Ignorieren ihrer Person brüskieren wollte. Ich beobachtete also andauernd meine Sitznachbarn und versuchte ihr Verhalten möglichst unauffällig zu kopieren. Ich stand auf, wenn sie sich erhoben und verbeugte mich in die Richtung in die auch sie ihren „Wai“ gezeigt hatten. Zudem machte ich mich noch kräftig über das vorzügliche Kuchen Buffet her, um einer halbwegs sinnvollen Beschäftigung nachzugehen.

Der Kuchen war grandios, soweit so gut, doch was war der Anlass dieses Festaktes? Warum hatte sich die gesamte lokale Prominenz Nakhon Pathoms hier versammelt? Und was um alles in der Welt hatte ich bloß hier verloren?

Dies war der Höhepunkt einer Initiative der Stadt Nakhon Pathom, in welcher die Tempelruinen, die bisher, weitestgehend unbeachtet von der Bevölkerung, vor sich hin vegetierten, wieder mehr in das Bewusstsein der Stadt gerückt werden sollten. Es hatte im vornherein schon einige kleinere Aktivitäten gegeben. So hatte beispielweise das National Museum Nakhon Pathom gemeinsam mit einigen Schulen der Stadt einen Tag lang das Gelände des Tempels von angefallenem Müll und wucherndem Unkraut befreit. Das National Museum Nakhon Pathom war auch der Grund weshalb ich hier eingeladen war. Es war ein kleiner Dank für meine Unterstützung beim „Thai Museums Day“.

An diesem Abend nun sollte, als feierlicher Schlussakt, eine Lichtanlage in Betrieb genommen werden, welche die Ruinen all abendlich beleuchten sollte.

Ein lokaler Politiker, von dem ich weder den Namen noch die Position kannte, der aber sehr wichtig sein musste, so eifrig war ihm zugenickt worden, hielt eine kleine Rede und drückte anschließend auf den entscheidenden Knopf. Von einem Moment auf den anderen wurden die Ruinen in ein helles Licht gehüllt.

Das Licht verlieh den Ruinen ein mythisches Antlitz. Bei Tageslicht war es ein unscheinbarer Berg aufeinandergestapelter Backsteine. Nun jedoch war schlagartig eine geheimnisvolle Zwischenwelt aus Licht und Schatten entstanden, welche geheimnisvolle Gänge und unschätzbare Schätze vermuten ließ.

Alles was Rang und Namen hatte drängte sich in der Folge vor die erleuchteten Ruinen, um für die angerückte lokale Presse für eine ausgiebige Fotosession zu posieren.

Ich ergriff die Gelegenheit um ein weiteres Mal das Kuchenbuffet ausgiebig zu begutachteten. Rang und Namen hatte ich nicht, aber noch reichlich Hunger.

Von den Römern umzingelt. Thai Museums Day 2012

Im Jahre 1874 beschloss der damalige thailändische König Chulalongkorn, im Palast des Vizekönigs, das erste öffentliche Museum Thailands einzurichten. In Erinnerung an diese weise Entscheidung wird jedes Jahr am 19. September, seinem Geburtstag, der so genannte „Thai Museums Day“ gefeiert. Dies ist eine Art Tag der offenen Tür, an dem, bei freiem Eintritt, besondere Veranstaltungen und Aktivitäten angeboten werden. Ich hatte ein solches Spektakel bereits während des Praktikums am National Museum Bangkok erlebt und sagte daher ohne zu zögern direkt zu als mich ein Freundin fragte, ob ich nicht bei der Veranstaltung ihres Museums mithelfen könne.

Wirklich viele Informationen hatte ich im vornherein nicht erhalten. Ich wusste nur so viel, das ganze sollte im National Museum Nakhon Pathom stattfinden und hauptsächlich von Schulklassen besucht werden. Wie viele Schüler tatsächlich erscheinen würden war vorher nicht bekannt. Dementsprechend sprachlos war ich auch als die Flut von Kindern nicht mehr aufhören wollte, die sich vor dem Museumsgelände aufgebaut hatte. Es war ein sehr beeindruckendes Bild. Mich erinnerten die ordentlich in Reih und Glied aufgestellten und in die jeweilige Uniform der Schule gekleideten Schüler ein wenig an die Römischen Legionen, die sich immer vor dem Dorf von Asterix und Obelix aufbauen, nur um von denen dann verdroschen zu werden. In jedem Fall waren es wahnsinnig viele Kinder, die in voller Erwartung des Kommenden immer unruhiger wurden.

Es waren dann schlussendlich wahnsinnige tausendfünfhundert Schüler, die an den Aktivitäten des Museums teilnahmen und größtenteils auf ihre Kosten kamen. Sie durften basteln, malen, singen, tanzen und auf eigene Faust das Museumsgelände erkunden. Den Höhepunkt der Aktivitäten stellte eine Art Blindekuhspiel dar, bei welchem „Freiwillige“, angefeuert von ihren Mitschülern, mit verbundenen Augen, Replikas der Museumsobjekte ertasten und hinterher erraten sollen. Um diese Masse an Kindern zu unterhalten und jederzeit mit den entsprechenden Utensilien zu versorgen, hüpfte ich von Gruppe zu Gruppe und war am Ende des Tages völlig fertig aber auch vollends zufrieden. Wenn die Kinder nur halb so viel Spaß hatten wie ich, war es eine gelungene Veranstaltung.

Buddha Transport II

Wenn eine Buddha-Staute ins Ausland transportiert werden soll, muss vorher das Fine-Arts-Department um Erlaubnis gefragt werden und eine Genehmigung erteilen. So soll sichergestellt werden, dass keine allzu wertvollen und historisch bedeutsamen Gegenstände außer Landes gebracht werden.

Glücklicherweise hat das Fine-Arts-Department seinen Hauptsitz direkt neben meinem Praktikumsgeber. Dies hat zur Folge, dass mindestens ein mal in der Woche ein riesen Buddha vor meinem Fenster geparkt, vermessen und begutachtet wird. Auf diese Weise kann ich dieses Schauspiel ganz bequem aus meinem kleinen Büro verfolgen. Welch ein Luxus!


Recycling-Orchester

In einer Schule, mit der mein Praktikumsgeber zusammenarbeitet, sehen die Musikinstrumente ein wenig anders aus. Traditionelle thailändische Instrumente werden von den Musikklassen aus Abfall nachgebaut. Alte Regenrinnen kommen hierzu ebenso zum Einsatz wie Dosen und Flaschen. Der Klang war gut und ich beeindruckt.

Buddha Transport

Nach ihrer Fertigstellung wird eine Buddha-Statue, auf dem Weg zu ihrem neuen Bestimmungsort, oft durch die ganze Stadt gefahren. Dadurch ergeben sich manchmal skurrile Bilder. Wie eben dieses.